Bienenfutter selbst herstellen: Wie es funktioniert und was beachtet werden muss

Wenn man Imkerei hobbymäßig betreibt und nur ein kleineres Bienenvolk hat, lohnt es sich oft nicht, fertiges Bienenfutter zu kaufen, da es meist nur in größeren Mengen verkauft wird. Mit der richtigen Lagerung hält sich dieses zwar lange, doch wer sofortige Abhilfe braucht, kann selber Bienenfutter herstellen, um nicht auf die Lieferung warten zu müssen.

Die Herstellung von selbstgemachtem Bienenfutter ist denkbar einfach, doch es gibt wie immer einiges zu beachten, damit die Bienen sich rundum wohl fühlen.
Im Winter werden Bienen mit flüssigem Futter versorgt, vereinfacht Zuckerwasser oder -sirup genannt.

Auf ein Kilo benötigtes Futter wird ein Kilo Zucker benötigt. Dabei sollte einfacher Kristallzucker verwendet werden, da Bienen diesen gut vertragen. Auf drei Teile Zucker kommen 2 Teile Wasser. Damit der Zucker sich besser auflöst, sollte er nach und nach in lauwarmes Wasser gegeben und gut verrührt werden, um Klumpen zu vermeiden. Auf keinen Fall darf das Wasser stark erhitzt werden, da sich sonst für Bienen giftiges HMF bildet. Wenn man dem Zuckersirup Honig und eine Prise Salz hinzufügt, nehmen die Bienen das Futter besser an. Hierbei sollte aber im Idealfall der eigene Honig verwendet werden und auf keinen Fall Honig aus dem Supermarkt, da dieser meistens Spuren einer schlimmen Bienenseuche enthält und deshalb dem Bienenvolk schadet.
Futterteig ist etwas aufwendiger in der Herstellung und kostet fertig auch etwas mehr als anderes Bienenfutter, allerdings muss man es nicht täglich in den Bienenstock bringen. Es eignet sich jedoch nur für die Fütterung während der Saison.

Um Futterteig selbst herzustellen, braucht man nur Puderzucker und Honig. Drei bis vier Teile Puderzucker werden mit einem Teil leicht erhitzen Honigs vermengt, bis eine trockene, marzipanähnliche Masse entsteht. Auch hier darf auf keinen Fall Honig aus dem Supermarkt verwenden. Durch die aufwendige Herstellung sollte man dieses Bienenfutter nur in kleinen Mengen selbst produzieren und bei größeren Mengen auf fertiges Futter setzen.